Driton Avdijaj, Mediamatiker, 2018 bis 2019

Ich heisse Driton Avdijaj, bin 18 Jahre alt und mache eine Ausbildung als Mediamatiker; ich bin im zweiten Lehrjahr. Nebenbei mache ich ein Praktikum bei der Muskelgesellschaft. Ich freue mich auf die Aufgaben!
In meiner Ferienzeit gehe ich gerne an Konzerte und in den Ausgang. Ich gehe gerne mit Kollegen raus an den See oder FCZ-Spiele schauen. Selber spiele ich Powerchair-Hockey bei den Iron Cats 1, was mir auch sehr wichtig ist.

Auf dieser Seite werde ich viel über mein Praktikum schreiben (Blog) und über meine Ferien und noch vieles mehr…

Juli 2019:
Driton hat seine Ausbildung abgeschlossen und wir freuen uns mit ihm. Sein Praktikum hat uns allen grossen Spass gemacht und wir wünschen Driton alles Gute für seine nächsten Schritte.

Die Powerchair-Hockey WM ist schon wieder vorbei!

Powerchair-Hockey WM & Eröffnungsspiel gegen den Gastgeber Italien
Die Powerchair-Hockey WM 2018 fand von 26. bis 30. September in Italien (Lignano Sabbiadoro) statt. Insgesamt machten 6 Mannschaften aus Europa mit (Italien, Niederlande, Deutschland, Dänemark, Schweiz, und Belgien) und aus anderen Kontinenten machten noch Australien und Kanada mit. In der Gruppe A spielten Italien, Niederlande, Schweiz und Neuling Kanada. In der Gruppe B spielten Deutschland, Belgien, Dänemark, und Australien. Ich war sehr gespannt was die Schweiz zeigen würde, weil sie eine gute Mischung aus jungen und erfahren Spieler haben. Ich war sehr enttäuscht dass der Livestream nicht gegangen ist. Die erste Halbzeit lief relativ gut für die Schweiz man führte bis zur Pause mit 4:3 leider kassierte man noch das ärgerliche 4:4. Leider konnte man in der zweiten Halbzeit den Schwung nicht mehr mitnehmen und kassierte weitere vier  Tore was 8:4 für Italien hiess man schoss noch das Ehrentor zum 9:5 was auch das Endergebnis war. Das Spiel gegen Italien sollte das letzte Spiel sein, das die Schweiz verliert.

Die historische und emotionale Partie gegen Holland

Am nächsten Tag hiess der Gegner der Welt- und Europameister Holland. Der Livestream ging dieses Mal zum Glück. Die Schweiz brauchte also ein Wunder. Die Schweiz begann sehr konzentriert und ruhig. Nach 6 Minuten fiel das 1:0 für die Holländer, die Schweizer liessen sich aber nicht verunsichern und prompt nutzten sie einen Fehlpass nach 2 Minuten und die Schweiz traf zum 1:1 Ausgleich durch Jan Schäublin! Es vergingen nur 3 Minuten und die Schweiz ging durch Dominik Zenhäusern 2:1 in Führung! Die Holländer schossen noch den 2:2 Ausgleich, die beiden Mannschaften gingen mit diesem Resultat in die Pause. Die zweite Halbzeit begann gut und man ging wieder durch Dominik Zenhäusern 3:2 in Führung! Es dauerte nicht mehr als 30 Sekunden und die Holländer glichen wieder mal aus zum 3:3. Nur nach zwei Minuten später gingen die Holländer mit 4:3 in Führung, die Schweiz konnte nach so einem Rückstand wieder reagieren und schossen drei Minuten später den Ausgleich durch Jan Schäublin zum 4:4 Ausgleich! Es waren noch 7 Minuten zu spielen die Schweiz musste gewinnen damit sie noch Chancen haben zum sich für die Halbfinals zu qualifizieren, drei Minuten später brachen die Dämmen! Die Schweiz ging sensationell mit 5:4 in Führung ausgerechnet durch Manuel Melder der erst 16 Jährige mit holländischen Wurzeln!!! Das Spiel dauerte noch 4 Minuten und die Schweiz rettete diesen historischen Sieg! Niemand hätte mit diesem Sieg gerechnet, aber die Schweiz hat einen sehr grossen Willen und Kampf gezeigt und auch sehr guten Hockey, das ist sicher eine Motivation für uns Spieler, da es zeigt dass auch im Powerchair-Hockey alles möglich ist.

Die Pflichtaufgabe gegen Kanada

Das nächste Spiel war gegen Neuling Kanada die zum ersten Mal bei einer WM sind, sie haben noch sehr wenig Erfahrung und haben auch nicht so neue moderne Sportrollstühle im Vergleich zu den europäischen Teams. Die Schweiz gewann das Spiel auch deutlich und diskussionslos mit 25:0. Damit die Schweiz noch Chancen hätte für die Halbfinalspiele, müssten die Italiener gegen die Holländer gewinnen. Leider geschah das nicht und die Holländer gewannen mit 4:0 gegen Italien, und die Schweiz war sehr enttäuscht, was sehr verständlich ist.

Spiel gegen Australien & Spiel um Platz 5 gegen Belgien

Am nächsten Tag ging es gegen den Gruppenletzten von der Gruppe B Australien, die physisch schwächer waren als die Schweizer und auch hier gewann die Schweiz wieder klar und deutlich mit 22:0. Bei dem letzten Spiel ging es gegen Belgien auch sie waren nicht so stark wie sie das auch schon mal waren, einer ihrer besten Spieler war an dieser WM gar nicht dabei. Die erste Halbzeit dominierte die Schweiz die Partie klar und führte souverän mit 4:0. In der zweiten Halbzeit schossen die Schweizer noch 2 Tore zum 6:0, die Belgier schossen noch zwei Ehrentore zum 6:2 was auch das Schlussresultat war. Weltmeister wurde übrigens der Gastgeber Italien die sich nach Penaltyschiessen gegen Dänemark mit 2:1 durchgesetzt haben.

Fazit

Das bedeute die Schweiz beendete die Weltmeisterschaft auf dem 5. Rang was die beste Platzierung der Schweiz war an einer WM Teilnahme! An der gesamten WM schoss die Schweiz 63 Tore und kassierte lediglich 15 Tore, die Schweiz hat nur einmal verloren und sonst die restlichen vier Spiele gewonnen. Das Highlight war sicherlich der Sieg gegen Holland die Schweiz hat ihnen die erst zweite Niederlage hinzugefügt, das war ein grosses Ausrufezeichen! In 2020 findet dann die Europameisterschaft statt, wo ist noch nicht sicher aber die Schweiz hat sich auch beworben das wäre eine coole Sache!

Wenn sie mehr über die Powerchair-Hockey WM erfahren wollen, klicken sie einfach auf den Link:

Powerchair-Hockey WM

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Das Lager wäre darum wichtig dass man den Nachwuchs fördert, dass man an sich arbeiten kann um besser zu werden, es würde den Powerchair-Hockey in der Schweiz sicherlich noch mehr voranbringen. Klar wäre so ein Hockey-Lager aufwendig aber es würde sich sehr lohnen für die Entwicklung des Schweizer-Powerchair-Hockey und das ist nur mit Sponsoren möglich, klar.

Praktikum (Abschluss-Blog)

Am 21. April feierte ich meinen 19. Geburtstag, da habe Ich viel gefeiert, gut gegessen, mit Familie und Freunden das Wetter genossen. Hier beim Praktikum habe ich viel an der Webseite gearbeitet unter andere neue Bilder aufs Web getan, Bilder die keinen Text hatten beschrieben, Facebook Einträge für Lager erstellt. Ich musste auch ein Projekt organisieren mit einer Schule in Wiesendangen die uns eingeladen hatte, um mit ihnen einen Hockeynachmittag zu gestalten. Ich musste drei Hockeyspieler finden, was kein Problem war, da wir bei den Iron Cats mehr als genug Spieler haben. Abklären wie wir dorthin kommen, gehörte auch dazu. Wir nahmen einen Bus, der dem MEH gehört und einen Betreuer und noch zwei Tore und schon konnte es nach Wiesendangen losgehen. Als wir ankamen sahen wir sehr viele Schüler die bald in Handrollstühle gestossen wurden. Gespielt wurde mit 3 Schüler, die noch gestossen wurden mit 2 Spieler in Sportrollstuhl wo durchaus mehr Erfahrung mit Hockey haben und um einiges schneller sind. Kurt und ich erklärten noch kurz die Regeln und dann ging es schon los. Mein Vater war Schiedsrichter, er machte es nicht schlecht für das erste Mal. Die Matches waren sehr schnell, dynamisch und unterhaltsam. Den Schülern machte es Spass und uns. Am Schluss vom Tag gab es noch einen Apero und wir konnten mit den Schülern ein bisschen quatschen. Ein anstrengender aber gelungener Tag!
Jetzt kommt der Endspurt Mai bis Juni/Juli ehe ich meine Ausbildung abschliessen werde und meine Zeit leider auch bei der Muskelgesellschaft beendet ist. Am 12. Mai war auch ein ganz spezieller Tag für mich, wir gewannen mit den Iron Cats A den Swisscup. Für mich war es zum ersten Mal, darum war es etwas Spezielles für mich. In einem denkwürdig spannenden Finale gewannen wir knapp mit 4:3, ein Spiel das auf beide Seiten hätte kippen können. Es war auch ein toller Tag als FCZ Fan zu erfahren, dass GC offiziell abgestiegen ist. In Moment liegt mein Fokus auf dem Abschlussprojekt, da bin auch relativ angespannt und nervös. Wenn es dann soweit ist und ich meine Arbeit vorstellen muss, um die Ausbildung erfolgreich abzuschliessen. Nach der Ausbildung weiss ich noch nicht wo ich arbeiten werde, es spricht vieles für die WS im MEH. Im Sommer gibt es zwei Highlights für mich: Ich wurde für zwei Internationale Turniere in den Kader berufen, in München & Eindhoven. Wie meine berufliche Zukunft aussieht, weiss ich noch nicht. Entweder in der WS im MEH, wo ich das gelernte in der Ausbildung dort gut umsetzen könnte. Ein weiterer Grund ist, dass viele meiner Kollegen auch dort arbeiten. Ich blicke auf ein erfolgreiches Jahr bei der Muskelgesellschaft zurück, ich konnte hier viel Lernen und bin zufrieden mit meiner Leistung. Schade ist es schon jetzt vorüber, aber alles hat sein Ende und ich gehe mit neuer Motivation und Energie zum nächsten Schritt im Leben. Erst einmal möchte ich Ferien machen und Zeit mit meiner Familie und Freunde verbringen. Dann muss ich noch Sponsoren suchen für meinen neuen Sportrollstuhl den TTS3 um somit auch im Powerchair-Hockey den nächsten Schritt zu machen. Mein Ziel ist eines Tages für die Schweizer Nationalmannschaft zu spielen!

Ferienbericht Türkei (Antalya) (Alanya)

Es war so weit, die Reise nach Antalya war eine Premiere für mich. Ich fliege zum ersten mal seit ich im Rollstuhl bin. Falls es ihnen interessiert wie die Reise verlief, habe ich einen Ferienbericht geschrieben den sie unten unter dem Link finden. Viel Spass!

Link zum PDF

Was ist eigentlich Powerchair-Hockey?

Powerchair Hockey ist mittlerweile in der Schweiz eine anerkannte Sportart unter dem Dach von Rollstuhlsport Schweiz. Es gibt insgesamt sieben Städte der Schweiz, Powerchair-Hockeyclubs. Zusammen bringen es die Clubs auf 12 bis 15 Mannschaften. Die Zahl der aktiven Spielerinnen und Spieler nimmt laufend zu. Heute sind es in etwa 140 aktive Sportlerinnen und Sportler. Mit diesen Zahlen wird deutlich wie hoch die Nachfrage nach einer sportlichen Betätigung auch bei Menschen mit einer schweren Körperbehinderung ist.

Persönliche Stationen & Iron Cats

Ich spiele seit 2011 bei den Iron Cats Zürich, da wir viele Spieler haben, haben wir insgesamt 3 Teams. Die Iron Cats III haben das jüngste Team, die Iron Cats I & II haben eine Mannschaft gespickt mit erfahrenen und jüngeren, talentierten Spieler. Ich habe anfangs bei den Iron Cats III gespielt dann bin ich zu den Iron Cats II gewechselt und spielte dort von 2012 bis 2018. Diesen Sommer hatte es viele Wechsel zwischen der ersten und der zweiter Mannschaft gegeben und ich spiele momentan bei den Iron Cats I. Insgesamt sechs  Spieler von den Iron Cats spielen auch für die Schweizer Nationalmannschaft.

Regeln, Stockspieler und T-Sticks, Eigenschaften von Powerchair-Hockey

Ein Team besteht aus vier Feldspielern und einem Torhüter. Jede Mannschaft darf höchstens fünf Auswechselspieler haben. Je nach Behinderung gibt es die Spieler die noch sehr beweglich sind und viel Kraft haben, die spielen mit einem normalen Unihockeyschläger, und die Spieler die keinen Unihockeyschläger halten können, haben am Elektrorollstuhl eine montierte, speziell konzipierte Schaufel (Festschläger). Das Spiel dauert 2x 20 Minuten. Das Spielfeld ist sehr ähnlich wie Unihockey, auf einem Feld mit Banden als Begrenzung. Das Feld misst 26 Meter in der Länge und 16 Meter in der Breite. Dabei gibt es drei Zonen (je eine Offensiv- und Defensivzone sowie in der Mitte die neutrale Zone) und einen Torraum, in welchem sich nur der jeweilige Torwart bewegen darf. Das Spiel wird  von zwei Schiedsrichtern geleitet, die Schiedsrichter sind hauptsächlich Fussgänger, die schon Erfahrung von anderen Unihockey oder anderen Ball- und Stocksportarten haben. Powerchair Hockey ist eine schnelle Spielsportart. Teamarbeit, aber auch individuelle Fähigkeiten zeichnen ein attraktives Spiel aus. Gelungene Spielzüge, erfolgreiche Aktionen sowie Tempo sind die Markenzeichen.

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